Adina Pintilie: You Are Another Me – A Cathedral of the Body Württembergischer Kunstverein Stuttgart

You Are Another Me – A Cathedral of the Body (dt.: Du bist ein anderes ich – eine Kathedrale des Körpers) ist der jüngste Teil eines kollektiven und partizipativen Projekts der Künstlerin und Filmemacherin Adina Pintilie. Ihre langjährige künstlerische Forschung erkundet die Politik und Poetik von Körper und Intimität, die mit ihrem Kinofilm Touch Me Not (Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2018) initiiert wurde. Die für Stuttgart geplante Multimedia-Installation setzt die jüngste Werkreihe der Künstlerin fort. Sie kreiert einen ins Virtuelle erweiterten Raum des Miteinanders, der Grenzen, Normen und binäre Denkmuster überschreitet.

„Körperlichkeit und Sexualität sind zentraler Teil unseres Menschseins, werden aber noch immer vor allem denjenigen zugestanden, deren Körper und Vorlieben bestimmten Normen entsprechen. Adina Pintilie nähert sich diesem Thema mit großer Sensibilität und Ruhe an. Die Langzeitperspektive, die sie ihrem Projekt dabei zugesteht, bildet die Grundlage, dass alle beteiligten Darsteller:innen auf Augenhöhe behutsam und respektvoll einbezogen werden. So kann ein Setting geschaffen werden, in dem sich auch die Besucher:innen für neue Erfahrungs- und Gefühlswelten öffnen lassen“, sagt die Jury.

© David Frank
© David Frank
© David Frank
© David Frank
© David Frank
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23. Januar 2023

3 Fragen an… Iris Dressler, Direktorin Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Beschreiben Sie Ihre Projektidee in 140 Zeichen.

Das Projekt geht in Form einer partizipativen Mulitmediainstallation Fragen von Intimität aus den Perspektiven sogenannter behinderter und nicht-behinderter Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung nach.

Wofür werden Sie die Fördersumme von 50.000 Euro verwenden?

In erster Linie für die Honorare und Reisekosten der beteiligten Künstler:innen, Darsteller:innen und Beitragenden, die räumliche Umsetzung der Ausstellung, das Vermittlungs- und Partizipationsprogramm sowie Produktionsmittel.

Ich wünsche mir für Deutschland…

… dass die Kraft der Kunst stärker anerkannt und aufgegriffen wird.

© David Frank
© David Frank
© David Frank
© David Frank
© David Frank
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