Das sind die Preisträger 2022

Die Preisträger von The Power of the Arts 2022 stehen fest! Die Jury hat erneut vier herausragende Projekte ausgewählt, die alle mit ihren künstlerischen Ideen zu einer offenen Gesellschaft beitragen.

23. Januar 2023

Zum sechsten Mal in Folge wird der Kunst- und Kulturförderpreis The Power of the Arts an Projekte verliehen, die sich mit ihrem künstlerischen Engagement für eine offene Gesellschaft einsetzen. Aus über 100 Einreichungen wählte die Jury vier Preisträgerprojekte aus, die auf je eigene Weise vielfältige Perspektiven sichtbar machen und so die Distanz zwischen verschiedenen Lebenswirklichkeiten verringern.

„Künste öffnen Wirkungsräume – jenseits von Sprache und Diskurs – und entfalten darin integrative und kulturverbindende Kräfte. Als Unternehmen sind wir überzeugt, dass sie gerade dadurch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen können“, sagt Claudia Oeking, Geschäftsführerin und Director External Affairs der Philip Morris GmbH. „Die Preisträgerprojekte von The Power of the Arts 2022 geben vor allem denen eine Stimme, die oft übersehen und überhört werden und laden zugleich dazu ein, sich in andere Lebensrealitäten hineinzuversetzen. Auf dieser Grundlage entstehen gegenseitiger Respekt und Wertschätzung, die für die gleichberechtigte und demokratische Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft notwendig sind.“

Die Preisträger im Überblick:

Das Projektteam von LABA Berlin © Michael Romacker
Das Projektteam von LABA Berlin © Michael Romacker

LABA Berlin | Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer e.V.

LABA Berlin bringt acht Kulturschaffende verschiedener Disziplinen zusammen, um gemeinsam klassische und moderne jüdische Schriften zu diskutieren und ein gesellschaftlich relevantes Leitmotiv herauszuarbeiten. So wird die literarische Tradition des Judentums zum Ausgangspunkt für künstlerisch-kreative Auseinandersetzungen im Hier und Jetzt. Die Präsentation der Ergebnisse in Berliner Galerien und Schauplätzen macht die Vielfalt zeitgenössischer jüdischer Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sichtbar und ermöglicht eine Annäherung an die Gedanken- und Gefühlswelt von in Berlin lebenden Jüdinnen und Juden.

Das Projektteam der Zeitgenössischen Oper Berlin © Michael Romacker
Das Projektteam der Zeitgenössischen Oper Berlin © Michael Romacker

Life after Life – The Female Voice of Afghanistan | Zeitgenössische Oper Berlin

Life after Life ist das Sequel zu dem eindrücklichen Online-Filmfestival The Female Voice of Afghanistan. 2021 begleitete ein Filmteam neun afghanische Sängerinnen. In sehr persönlichen Videoporträts bringen sie ihre Musik und Stimmen zu Gehör und erzählen von ihrem Leben und Alltag in Kabul. Nur kurze Zeit später ergriffen die Taliban die Macht und die Protagonistinnen mussten teilweise unter dramatischen Umständen das Land verlassen. Hier knüpft das neue Vorhaben der Zeitgenössischen Oper Berlin an: Es gibt Raum für die verschiedenen Geschichten von Flucht und Neuanfang der hier Angekommenen und sucht Möglichkeiten, ein stabilisierendes Netzwerk zwischen den geflüchteten Musikerinnen und hier bereits lebenden Künstler:innen aufzubauen.

Das Projektteam von POLYRAMA Berlin – Museum für Lebensgeschichten © David Frank
Das Projektteam von POLYRAMA Berlin – Museum für Lebensgeschichten © David Frank

ÜberLeben in schwierigen Zeiten | POLYRAMA Berlin – Museum für Lebensgeschichten

POLYRAMA – Museum für Lebensgeschichten sammelt Lebenserfahrungen von Berliner:innen unterschiedlicher Hintergründe zu zentralen Lebensthemen. Mit der Idee, kulturelles Erbe mehrstimmig zu gestalten, rückt es marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt. Als „Oral History Museum“ begründet POLYRAMA ein wachsendes Audioarchiv von Erzählungen der Gegenwart und experimentiert mit musealen Darstellungs- und Repräsentationsformen. Auf diese Weise werden Lebenserfahrungen der Gegenwart als Wissen zugänglich und für die Zukunft gespeichert.

Das Projektteam des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart © David Frank
Das Projektteam des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart © David Frank

Adina Pintilie: You Are Another Me – A Cathedral of the Body | Württembergischer Kunstverein Stuttgart

You Are Another Me – A Cathedral of the Body (dt.: Du bist ein anderes ich – eine Kathedrale des Körpers) ist der jüngste Teil eines kollektiven und partizipativen Projekts der Künstlerin und Filmemacherin Adina Pintilie. Ihre langjährige künstlerische Forschung erkundet die Politik und Poetik von Körper und Intimität, die mit ihrem Kinofilm Touch Me Not (Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2018) initiiert wurde. Die für Stuttgart geplante Multimedia-Installation setzt die jüngste Werkreihe der Künstlerin fort. Sie kreiert einen ins Virtuelle erweiterten Raum des Miteinanders, der Grenzen, Normen und binäre Denkmuster überschreitet.